ARCH+ 142

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Erschienen in ARCH+ 142,
Seite(n) 79-83

ARCH+ 142

Verwirrung des Wirklichen mit dem Wunderbaren

Von Wormbs, Brigitte

Nein - er ging aufs Ganze der Garten-Tradition des Menschen: "Nie, und schmückte er sich gleich mit Diamanten oder blies ins Blech, war ihm ein seltsamerer Einfall, eine abwegigere Idee gekommen als damals, als er die Gärten erfand." Das liegt bekanntlich lange zurück. Seit dem ältesten Altertum ist der Garten nicht nur ein umfriedetes Stück Welt, sondern zugleich Symbol für die ganze Welt in ihrem ursprünglich paradiesischen Zustand. Der Garten, nicht nur Sujet der Kunst in Literatur und Malerei, sondern als artifiziell gestalteter Fleck Erde auch selbst Kunstwerk, hat in den letzten zweihundert Jahren eine Entwicklung durchlaufen, in der sich zwei ehemals widerstreitende Stilrichtungen, zum musterhaft Feststehenden gewandelt, mehr oder weniger gleichberechtigt nebeneinander behaupten. Das eine der "beiden Muster des landläufig bekannten Paradieses", von denen der "Paysan de Paris" spricht, wird von der Geometrie bestimmt, der Verkörperung von Ordnung und Regelhaftigkeit schlechthin. …

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