ARCH+ 142

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Erschienen in ARCH+ 142,
Seite(n) 22-23

ARCH+ 142

Editorial: Architektur Natürlich

Von Kraft, Sabine

Organisches und Unorganisches in vegetabiler oder mineralischer Form, mehr oder weniger natürlich belassen oder natürlich erscheinend, als Naturzitat oder Naturkonserve, gesellt sich in phantasievoll synthetisierender Manier zu herkömmlichen Baumaterialien wie Glas, Metall und Beton. Aber das ist eine recht trockene Beschreibung für Gebäude, die, von Baumstämmen durchdrungen oder in die Wipfel von Bäumen gebettet, an die Refugien unserer Kindheit erinnern (S. 40), für Pflanzenvorhänge, die sich wie Rapunzels Haar im Wind bewegen (S. 33, 36), für locker aufgeschichtetes Gestein, das prosaischen Erdbefestigungen gleicht und doch wie in einem gothischen Kirchenraum das Licht körperlich und die Materie ephemer werden läßt (S. 24ffJ, für Gebäude, die sich zwischen bewachsene Felswände schmiegen und zu Klettertouren reizen, um ihnen ihr Geheimnis zu entreißen (S. 46ff), für Gärten, so vibrierend grün, daß neben dem Plätschern der Fontäne nur noch der Klang von Pans Syrinx zu Arkadien fehlt (S. 42, 44), für "Gebäude", die in neuer Versöhnung von Stadt und Land Büros im Wald und Konferenzräume mitten zwischen den Gemüseanbau plazieren (S.52ff), für eine Symbiose von Gebäude, Maschine und Vegetation, wo für Pflanzen Techno gespielt wird (S. 58), für Fassaden, die Blüten oder Kiefernnadeln wie ein Insekt im Bernstein einschließen und ihre Umgebung als funkelnde Juwelen widerspiegeln (S. 63ff, 68), für Metallstützen, die sich Pampasgräsern anverwandeln (S. 70), für ein "Frühstück im Freien" unter grün leuchtenden Kunststoffbäumen (S. 72) ...

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