ARCH+ 220


Erschienen in ARCH+ 220,
Seite(n) 128-130

ARCH+ 220

Die Bedeutung von Geschichte und Theorie für die Architektur in Flandern

Von Delbeke, Maarten /  Heynen, Hilde

Dieser Boom hängt bekanntermaßen in irgendeiner Weise mit einem ernsthaften Interesse der betreffenden Architekten an Architekturgeschichte und -theorie zusammen. Tatsächlich sind mehrere der prominentesten Architekturbüros, etwa OFFICE oder MDMA (Martine de Maeseneer Architects), dafür bekannt, dass ihre Entwürfe von theoretischen Konzepten durchdrungen sind. Sie erforschen ihre architektonischen Ideen gleichermaßen im Diskurs wie in ihrer Entwurfspraxis. Darüber hinaus gibt es einen starken Fokus auf die entwerfende Forschung, die durch den Vlaams Bouwmeester und andere Regierungsbehörden gefördert wird. Diese organisieren Wettbewerbe und andere Studien, um das räumliche Potenzial bestimmter Gebiete zu untersuchen, was forschungs-, ausstellungs- und veröffentlichungszentrierte Laufbahnen von Architekturbüros wie AWB (Architecture Workroom Brussels), uapS oder BUUR (bureau voor urbanisme) ermöglicht. Zugleich sind die Architekturfakultäten der flämischen Universitäten auch international für die Qualität ihrer architekturhistorischen und -theoretischen Forschungsprogramme anerkannt. Es stellt sich die Frage, ob diese beiden Seiten des Erfolges miteinander verknüpft sind: Welche Verbindungen direkter oder indirekter Natur gibt es zwischen der Qualität der akademischen Forschung und der Vitalität und dem Facettenreichtum der flämischen Architektur? Wir wollen im Folgenden die Faktoren untersuchen, die zum gegenwärtigen Höhenflug der flämischen Architekten geführt haben.

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