ARCH+ 151

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Erschienen in ARCH+ 151,
Seite(n) 46-51

ARCH+ 151

Wohnen außer Haus

Von Hageneder, Christiana /  Mirti, Stefano

Die Idee der mittelalterlichen Stadt wird nach wie vor als Prototyp und Ideal für urbanes Leben gesehen. Nach diesem Vorbild werden neue Phantasiestädte kreiert und Europas Städte versuchen, ihre historischen Zentren, die sich langsam leeren, mit Tourismus künstlich am Leben zu erhalten. Doch das Vorbild ist überholt. An den Rändern der Städte machen sich Strukturen breit, deren einziger Planungsparameter der wirtschaftliche Erfolg ist. Die Realität weltweit zeigt, daß Städte heute völlig anderen Regeln unterworfen sind, als es das Ideal der mittelalterlichen Stadtstruktur erlauben würde. Der Raum spielt dabei eine untergeordnete Rolle, denn man verfügt inzwischen über sehr effiziente Hilfsmittel, diesen zu überwinden. Man müßte moderne Städte eher als Infrastruktur-Landschaften bezeichnen, die sich ohne signifikante räumliche Hierarchien ausdehnen. Der menschliche Bewegungsradius ist schon lange nicht mehr das Maß der Dinge, das noch die Dimension der vorindustriellen Stadt bestimmte. Moderne Transportmittel haben den Maßstab stark verändert und die Dezentralisierung der Stadt ausgelöst. …

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