ARCH+ 89

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Erschienen in ARCH+ 89,
Seite(n) 66-67

ARCH+ 89

Die Architektur des Leerraums

Von Wohlhage, Konrad

Sie sei - so Endell - die Welt des Architekten und des Malers, für welche die Leere des Raumes formbare Materie ist und die sein Volumen kneten können, um in ihm Bewegung entstehen zu lassen. Endell setzt Raum mit Leere gleich und meint damit seine inhaltliche Unbestimmtheit. Indem er Hülle und Leerraum gleichzeitig ist, kann ihm jeder Einzelne ein Thema geben, durch eigene Projektionen ihm Bedeutung verleihen. Dieses Merkmal gilt für den Außenraum wie den Innenraum, für öffentliche wie für private Bestimmungen gleichermaßen. Erst seine „Unbesetztheit" macht einen Raum brauchbar. Doch die „Tyrannei der Intimität" (Sennet): hat unser öffentliches Leben erobert und aus Angst vor den unbesetzten Leerräumen Straßen. Plätze und städtische Felder aufgeteilt in Funktionsbereiche und möbliert wie die gute Stube. …

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