ARCH+ 96/97

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Erschienen in ARCH+ 96/97,
Seite(n) 24-35

ARCH+ 96/97

Die Architektur der Dekonstruktion

Von Jencks, Charles

Wenn es denn wirklich eine „neo-moderne" Architektur gibt, wie viele Architekten und Kritiker eilfertig behaupteten, dann muß sie sich auf eine neue Theorie und Praxis der Moderne stützen. Die einzige Entwicklung, die sich in den letzten zwanzig Jahren herausgebildet hat - bekannt unter den Bezeichnungen Dekonstruktion oder Post-Strukturalismus, steigert Elitedenken und Abstraktion der Moderne ins Extreme und übertreibt bereits bekannte Motive, weshalb ich sie weiterhin „spät" nennen möchte. Andererseits enthält sie genügend neue Aspekte, die die Voraussetzungen der kulturellen Moderne neu bewerten, um die Vorsilbe „Neo" zu rechtfertigen. „Neu" oder „Spät" - das ist tatsächlich die Frage und, ebenso, ob die Betonung auf Kontinuität oder Wandlung liegt? Die Tatsache einer dekonstruktionistischen Bewegung in der Architektur aber muß akzeptiert werden. … 

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