ARCH+ 172

Kostenloser Download


Erschienen in ARCH+ 172,
Seite(n) 6-21

ARCH+ 172

Zeitung 172

Von J. S. /  Herresthal, Kristina /  Hoffmann-Axthelm, Dieter /  Harbusch, Gregor /  Schnell, Angelika /  Heinenberg, Jörn /  Engler, Wolfgang /  Höhns, Ulrich /  Krohn, Carsten /  Bittner, Regina

Der gezielte Einsatz von Licht etwa in Form von leuchtenden Schriftzügen zur Inszenierung eines Gebäudes war 1923, als Erich Mendelsohn den Auftrag für das Pelzhaus Herpich erhielt, in Europa noch nicht weit verbreitet. Beliebig auf der Fassade applizierte Lichtreklame amerikanischen Vorbilds empfand Mendelsohn als eine “grandiose Tölpelei”; die Wiedererkennbarkeit eines Warenhauses auch bei Nacht suchte er durch einzelne, prägnant illuminierte Gebäudeteile – Lichtbänder, deren Lichtquelle hinter den Gesimsen der Fassade verborgen blieb – zu gewährleisten. Heute, im Zeitalter multimedialer Repräsentation, gestalten sich Lichtinszenierungen von Fassaden etwas anders. Man betrachte etwa das Kunsthaus in Graz diesen Sommer: Auf der Medienfassade von realities:united (vorgestellt in 167 archplus, S. 10 ff.) wurden in einem Projekt der TU Graz Vorgänge im und außerhalb des Kunsthauses, übersetzt in Lichtimpulse, auf der Fassade wiedergegeben. So sollte die Interaktion mit dem Museumsbesucher und dem Stadtflaneur eine intuitive Rezeption der Ereignisse im unmittelbaren Umfeld zulassen. …

SSS Siedle Dornbracht Euroboden
Feedback erwünscht!