ARCH+ 240


Erschienen in ARCH+ 240,
Seite(n) 160-163

ARCH+ 240

LIST & Hideyuki Nakayama Architecture: Frans Masereel Centrum

Von LIST

Im Jahr 1998 rief die flämische Regierung die Institution des Vlaams Bouwmeester ins Leben, die seither als beratende Instanz in Fragen der Baukultur sowie als Wettbewerbsauslober für (halb)­öffentliche Bauten wesentlichen Einfluss auf die Qualität der gebauten Umwelt sowie die Politik der Auftragsvergabe ausübt. Insbesondere junge Büros werden zur Teilnahme geladen. So auch bei einem Projekt für das Frans Masereel Centrum für Druckkunst und Grafik, das 1972 von dem belgischen Architekten Lou Jansen am Rande einer bel­gischen Kleinstadt mit einer Sammlung von historischen Druckmaschinen als Künstlerresidenz errichtet wurde. Dem bestehenden Ensemble aus Werkstätten, Bungalows und Ausstellungsräumen sollte ein Erweiterungsbau hinzugefügt werden, der mehr Platz für künstlerisches Schaffen bietet und das Raumprogramm um ein Archiv ergänzt.

LIST und Hideyuki Nakayama Architecture gewannen den hierfür 2013 international ausgeschriebenen Wettbewerb. Prägend für die Projekte von Ido Avissar von LIST ist die Auseinandersetzung mit Neutralität als Paradigma für eine keinesfalls eigenschaftslose Form. Hideyuki Nakayama hingegen lotet in seinen Wohnbauten die Be­ziehung von privat und öffentlich immer wieder neu aus.

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