ARCH+ 236


Erschienen in ARCH+ 236,
Seite(n) 176-183

ARCH+ 236

Drohnenhafen Ruanda

Von Norman Foster Foundation

Als militärische Erfindung ist die Drohne eng an ihre Funktion als modernes Überwachungs-, Kontroll- und Kampf­instrument geknüpft. Computer­gestütze, unbemannte Flugsysteme (Unmanned Aerial Vehicles), die via GPS von jedem beliebigen Ort aus gesteuert werden können, spielen heute aufgrund ihrer Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit und trotz völkerrechtlicher Bedenken, beispielsweise hinsichtlich ihres Einsatzes im US-geführten „Krieg gegen den Terror“, weltweit eine immer wichtigere Rolle in den militärischen Planungen und Investitionen.

Welches Potential Drohnen jenseits der neuen Formen digitaler Kriegsführung und Aufrüstung haben könnten, wollen jüngste Initiativen in dem am dichtesten besiedelten ländlichen Raum der Welt rund um die Afrikanischen Großen Seen in Ostafrika zeigen. Dort soll Drohneninfrastruktur für den zivilen Einsatz in den nächsten Jahren stark ausgebaut werden. Konkret planen die Regierungen von Ruanda und Tansania (Lake Victoria Challenge) ein Netz von Drohnenhäfen – „Droneports“ – aufzubauen, um die medizinische und kommerzielle Grundversorgung abgelegener oder schwer zugänglicher Gebiete mithilfe kleiner Frachtdrohnen zu gewährleisten.

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