ARCH+ 228


Erschienen in ARCH+ 228,
Seite(n) 114-117

ARCH+ 228

Rurban Apolda, BeL: Kooperative Kleinstadt 2050

Von BeL Sozietät für Architektur /  Fischer, Katja

Durch Größe und Kompaktheit bietet Apolda eine gute Erreichbarkeit zu Fuß oder Rad, die überregionale Mobilität findet öffentlich oder kooperativ und regenerativ statt. Apolda wird unter diesem Ansatz keine kurzfristigen baulichen Entwicklungen erleben; die kooperative Kleinstadt ist vor allem ein gemeinschaftlich initiierter Prozess, die Verständigung einer Kleinstadtgesellschaft auf ein gemeinsames Werteund Entwicklungsverständnis, das sich in Stabilität auszahlt.

Die Zukunft wird aus dem, was schon da ist, beschrieben. Das Szenario setzt solidarisches Wirtschaften und nachhaltige Investitionen voraus. So bleiben die gebauten Bestände der Grundstücke sowie das existierende reiche Gemeinwesen weitestgehend in kommunalem Besitz. Sie werden unter Mithilfe von Zukunftsräten entwickelt und umprogrammiert beziehungsweise minimalinvasiv optimiert und als Aquaponikfarmen, die Fischzucht mit Gemüseanbau verbinden, Wertstoffhöfe, Bauteilbörsen und als multidisziplinäre Bildungsräume für Kreislaufprozesse genutzt.

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