ARCH+ 214


Erschienen in ARCH+ 214,
Seite(n) 34-35

ARCH+ 214

Einleitung - Positionen

Von ARCH+

Wir stellen hier eine junge Generation von Architekten vor, die nach der Dominanz soziologischer und technologischer Fragestellungen im Architekturdiskurs der letzten Jahrzehnte wieder die intellektuelle Potenz der Form in den Vordergrund stellt. Genauer gesagt setzen diese jungen Architekten auf das Potential der architektonischen Setzung und ihrer Wirkung im Kontext. Sie knüpfen dabei bewusst an historische Traditionslinien an und betonen die Eigengesetzlichkeit der Architektur. Um die Haltung dieser Generation herauszuarbeiten, haben wir einige Büros gebeten, auf folgende drei Fragen zu reagieren. Die Antworten haben wir in den beiden Ausgaben zum Thema „Hardcore-Architektur“ dokumentiert. 1.Welchen Einfluss hat die kritische Auseinandersetzung mit der Moderne seit den frühen 1960er Jahren auf Eure Praxis? Welche Bedeutung schreibt Ihr u. a. den Werken von Aldo Rossi, Oswald Mathias Ungers, Robert Venturi, Rem Koolhaas (OMA) zu – also den Werken von Architekten, die eine starke theoretische Position entwickelt haben? 2. Ein neues Verständnis von Stadt zählt zu den wichtigsten Ergebnissen der kritischen Auseinandersetzung mit der Moderne. Welche Bedeutung haben zudem Konzepte wie Typologie und Form, Monument und Autonomie, Geschichte und Kontext für Eure Arbeit? 3.Visuelle und konzeptuelle Darstellungen sind immer auch Manifestation ideologischer und philosophischer Orientierungen. Im Gegensatz zur vorherrschenden Ästhetik realistischer Renderings und Perspektiven als Hauptinstrument zeitgenössischer Architekturdarstellungen sind Eure Zeichnungen meist bewusst architektonisch-konzeptuell angelegt. In welcher Beziehung stehen für Euch Darstellungsweise und Architektur?

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