ARCH+ 214


Erschienen in ARCH+ 214,
Seite(n) 36-37

ARCH+ 214

baukuh: Statement

Von Carpi, Paolo /  Lupi, Silvia /  Pizzigoni, Vittorio /  Summa, Giacomo /  Tamburelli, Pier Paolo /  Zanderigo, Andrea

Die Moderne versuchte diese beiden Bereiche zu verschmelzen, zwei Dinge, die vollkommen voneinander getrennt sind und die gerade wegen der Spannung, die sich aus der zwischen ihnen herrschenden Distanz ergibt, eine Beziehung zueinander aufbauen. Indem sie das tat – indem sie die immanente Doppelnatur der Architektur auf eine einzige Logik zu reduzieren versuchte –, setzte sie beides aufs Spiel. Somit ist die Moderne unter dem Strich viel weniger komplex und viel weniger abstrakt als die klassische Architektur. Wenn wir also versuchen wollen, uns die Abstraktion und die Komplexität vorzustellen, wie sie in der klassischen Architektur – insbesondere in der erstaunlichen Wiederbelebung der römischen Architektur durch die italienischen Renaissancearchitekten – erkennbar sind, dann kommt man unserer Ansicht nach nicht umhin, all die Fragmente von Theorien und all die Fragmente von Projekten und Bauwerken zusammenzufügen, die irgendwie in eine nicht moderne Richtung weisen und einen möglichen Raum für Untersuchungen eröffnen. Das läuft darauf hinaus, eine Genealogie der Nicht-Moderne zusammenzustellen, die die Kluft zur Architektur der Renaissance irgendwie überbrücken könnte. … 

SSS Siedle Dornbracht Euroboden
Feedback erwünscht!