ARCH+ 213


Erschienen in ARCH+ 213,
Seite(n) 30-31

ARCH+ 213

Urban Paradises – Wege ins Anthropozän

Von Gennburg, Katalin /  Seyfert, Sheila

Die maximale Ausbeutung der Natur entspringt einem gesellschaftlichen Paradigma, welches spätestens mit der Aufklärung als Aufbruch des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit – wie Kant es formulierte – begann. Dass sich die Folgen von 200 Jahren nicht nachhaltigem Wirtschaftens heute gegen die Menschen richten, ist kein Geheimnis mehr. Dass es allerdings vor allem die Ärmsten sind, die in ihrer Situation aufgrund gesellschaftspolitischer Machtverhältnisse besonders verwundbar sind, zeigt die Vulnerabilitätsforschung. Unter Naturkatastrophen leiden zumeist die Armen. Generell potenziert sich Armut in Krisensituationen und bildet sich einmal mehr sozial-räumlich ab. Henri Lefebvres These, dass sowohl der abstrakte als auch der physische Raum das Produkt gesellschaftlicher Verhältnisse sind, lieferte dafür einen gedanklichen Hintergrund. …

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