ARCH+ 211/212

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Erschienen in ARCH+ 211/212,
Seite(n) 187-188

ARCH+ 211/212

Die Rückkehr des Sozialen

Von Schmidt, Verena

Moderators of Change In der Bandbreite der Essays und Projektbeispiele liegt die wichtige Aussage des Buches: Für sozialen Wandel gibt es kein allgemeingültiges Rezept. Die Suche nach neuen Wegen der Architektur entwickelt sich nicht linear, sondern gleicht einer mehrschichtigen Versuchsanordnung, die immer wieder neue Lesarten, Akteurskonstellationen und Praktiken hervorbringt. „Architektur, die hilft“, so Lepik, braucht jedoch mehr als gute Ideen und ein überdurchschnittliches Engagement der Architekten. Die Projekte sind auf finanzielle und administrative Unterstützung aus der Politik angewiesen.

Handmade Urbanism „Good Governance“ ist insofern eine Voraussetzung für das eigenverantwortliche Engagement von Grassroots-Bewegungen und unverzichtbar für deren Erfolg. Die aktuell erschienene Publikation der Alfred Herrhausen Gesellschaft stellt 15 solcher Initiativen vor, die durch den Urban Age Award in Mumbai, Sao Paulo, Istanbul, Mexiko City und Kapstadt zusammengetragen wurden. Die Fokussierung auf die fünf Megastädte gibt einen ortsbezogenen Rahmen für die Auswahl und Einordnung sozialer Projekte vor. Die Überführung aller Projekte in einheitliche situative Illustrationen ermöglicht eine vergleichende Gegenüberstellung. „Handmade Urbanism“ erkennt in Grassroots-Bewegungen und lokalen Interventionen wirksame Prinzipien, die sich auf ein künftiges urbanes Leitbild übertragen lassen und somit prägend für die Etablierung einer neuen Planungskultur sein können.

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