ARCH+ 208

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Erschienen in ARCH+ 208,
Seite(n) 26-29

ARCH+ 208

Learning from Tokyo

Von Schaefer, Markus /  Hosoya, Hiromi

Der aktuelle Grund des Symposiums war die derzeitige rege Diskussion  über städtische Dichte in Zürich. Stadt und Region Zürich wachsen. Um  das selbstauferlegte Ziel eines nachhaltigen Wachstums zu erreichen,  sollen sie verdichtet werden. Aber was bedeutet städtische Dichte und  wie kann sie mit der hohen Lebensqualität Zürichs in Einklang gebracht  werden? Denn bereits jetzt bildet sich politischer Widerstand gegen das  Wachstum – protektionistisch mit Vorbehalten gegen Zuwanderung und  ökologisch mit Argumenten gegen Größe und Dichte an sich. Die Stadt Tokio ist fast viermal dichter besiedelt als die Stadt Zürich, der Großraum Tokio hat 16-mal mehr Einwohner als die Metropolitanregion  Zürich. Dennoch gilt Tokio als Stadt mit sehr hoher Lebensqualität. Ausgehend von aktuellen Wohnbauprojekten japanischer Architekten wollten  wir der Frage nach räumlicher und funktionaler Qualität nachgehen und  beim kleinen Maßstab beginnend auch den großen Maßstab, das  Stadtverständnis der beiden Kulturen beleuchten. Damit erhält die Gegenüberstellung eine Bedeutung über das Fallbeispiel Tokio hinaus. es  geht schlussendlich um den Vergleich des traditionellen Modells der  europäischen Stadt und seiner Unterscheidung von historischem Kern und  Peripherie, und Tokio, das als ganzes eine Art Stadt gewordene  Peripherie darstellt. Es geht um Denkmodelle und Arbeitsmethoden der Architekten und Städtebauer in ihrem jeweiligen spezifischen Kontext und  es geht um Zukunftsfähigkeit, die Fähigkeit, auf sich abzeichnende Entwicklungen elastisch zu reagieren. Vergleich.

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