ARCH+ 146


Erschienen in ARCH+ 146,
Seite(n) 40-42

ARCH+ 146

Gebastelte Biographien und erfundene Traditionen

Von Lootsma, Bart

Wenn er diesen Satz von Heinrich Klotz zitiert, will Georgiadis dessen Auffassungen über eine zweite Welle der Moderne in den Künsten als Ästhetizismus entlarven. Nach Klotz steht die Zweite Moderne "im Zeichen der Malerei und der Fortsetzung des Kardinalweges der Kunst des 20. Jahrhunderts, der Abstraktion". Georgiadis nun wirft Klotz nicht nur leichtfertigen Umgang mit Begriffen vor, sondern auch die Konstruktion einer Tradition, die historisch falsch oder unbeweisbar ist. Klotz wiederum kontert in derselben Ausgabe, die Angst vor "erfundener Tradition" dürfe Versuchen, die Vergangenheit mit der Zukunft zu verbinden, nicht im Weg stehen, und fordert Georgiadis deshalb auf, einen besseren Vorschlag zu machen, wie das "Eigentümliche" unserer Zeit in Worte zu fassen sei. …

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