ARCH+ 200


Erschienen in ARCH+ 200,
Seite(n) 118-119

ARCH+ 200

Genealogie der Kritik: Post-Criticality

Von ARCH+

Angetrieben durch eine fortschreitende Kommerzialisierung der Architektur gibt es seit den Siebzigern auch an den Architekturinstituten einen theoriegeleiteten Diskurs über das kritische Potential im Bauen. Die Theoretiker einer „kritischen Architektur“ („Criticality“), darunter Colin Rowe, Peter eEisenman und Michael Hays, sehen als Grundbedingung für eine kritische Praxis die formale Autonomie der Architektur. In Rückgriff auf die Ästhetiktheorie Adornos, die davon ausgeht, dass erst die Distanz zum Kontext Widerstand und Rebellion ermöglicht, argumentieren sie, dass nur die autonome architektonische Form ein kritisches Engagement zulasse.

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