ARCH+ 151

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Erschienen in ARCH+ 151,
Seite(n) 27

ARCH+ 151

Die Kultivierung des Zwischenraums

Von Tsukamoto, Yoshiharu /  Kaijima, Momoyo /  Noennig, Jörg Rainer /  Knebel, Nikolaus

Jörg Rainer Noennig und Nikolaus Knebel: Die japanische Stadt besteht nach wie vor aus dem einzelnen Haus als Grundeinheit. Wenn man durch die Wohngegenden der 30-Millionen-Metropole geht, ist man überrascht von der kleinteiligen, geradezu dörflich anmutenden Atmosphäre inmitten der sich unendlich ausdehnenden Großstadt. Haus an Haus in Straßen, die oft nicht mehr als ein paar Meter breit sind. Die meist zwei- bis dreigeschossigen Häuser stehen so dicht, daß die Fenster mit transluzenten Scheiben verglast werden. Sie dienen nur dem Lichteinfall und nicht der Aussicht. In den kleinen Sträßchen gibt es kaum Autoverkehr, dafür aber eine sehr nachbarschaftliche Atmosphäre. Das Leben in der japanischen Stadt hat eine Dimension, die man – positiv oder negativ betrachtet – als Intimität oder als Enge lesen kann.
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