ARCH+ 186/187

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Erschienen in ARCH+ 186/187,
Seite(n) 138-139

ARCH+ 186/187

Ausblick: Der Architekt als Kommunikator

Von Kirschbaum, Marc

Noch nie waren Monografien von Architekten in solch großer Anzahl verfügbar wie heute. Ob als Book-on-Demand oder bei renommierten Verlagen mit hoher Eigenfinanzierung platziert, signalisieren die in den Büchern dargestellten Projekte eine gewisse Hochwertigkeit, Besonderheit und Objektivierung. Der Vermittlung von Projekten und Inhalten dienen dabei nicht nur Bücher, sondern eine ganze Bandbreite an Vermittlungsarten wie Zeitschriften, Kataloge, Booklets, Ausstellungen oder Vorträge. Dabei stellt sich die Frage, an wen sich die Arbeiten der Architekten eigentlich richten, da die Art der inhaltlichen Vermittlung bei genauerem Hinsehen nur allzu häufig im Fachdiskurs verbleibt. Besonders deutlich wird dies bei Architekten-Websites, die als riesige Bibliotheken ein Paradebeispiel für selbstreferentielle Darstellung der eigenen Arbeit sind. Diese Art des Sehen und Gesehen-Werdens unter Architekten erscheint manchmal wie eine Reviermarkierung, um die Konkurrenz auf Abstand zu halten. Ebenso wie die Konkurrenz wird damit aber auch die Öffentlichkeit und demzufolge der Bauherr auf Abstand gehalten. Der Hauptzugang zur Öffentlichkeit erfolgt in der Regel über Fachzeitschriften, die als einzige der Veröffentlichung der eigenen Arbeit würdig erscheinen, die Allgemeinheit jedoch kaum erreichen.

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