ARCH+ 186/187


Erschienen in ARCH+ 186/187,
Seite(n) 106-109

ARCH+ 186/187

Fokus ARCH+: 1976-1986

Von Hoffmann-Axthelm, Dieter

Die Kartierung der Geschichte der Arch+ nach Themen und Themenverbindungen ist eine Sache, eine andere, welche Interessen dahinterstanden, welche Personen, welche Vorstellungen davon, was ein Heft leisten soll, welche Arbeitsbedingungen. Unter dem ersten Gesichtspunkt gibt es vielmehr Kontinuität als die, die dabei waren, jemals nachvollziehen könnten. Erst unter dem zweiten Gesichtspunkt werden die Brüche sichtbar. Und, soweit ich sehe, die größten Brüche in der Geschichte der Zeitschrift betreffen gerade die beiden Ränder des Zeitabschnitts, über die ich hier berichte. Sie fallen, keineswegs zufällig, auch mit meiner Redaktionstätigkeit zusammen. Nikolaus Kuhnert hatte mich Herbst 1976 zur Arch+ geholt. Mein Eintritt in die Redaktion markierte einen Ruck in der politischen Ausrichtung der Zeitschrift und war der kalkulierte Anlass für den Ausstieg der DKPStamokap-Fraktion. Sie hatte bis dahin mit ihrem Hauptthema, der Vergewerkschaftung des Architekten, einen recht stumpfen, mit Basis und Überbau werkelnden Ableitungsmarxismus betrieben. In Heft 34/1977 nahm sie Stellung mit einer von Klaus Brake, Helga Fassbinder und Renate Petzinger verfassten Austrittserklärung zum erfolgten Richtungswechsel.

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