ARCH+ 186/187


Erschienen in ARCH+ 186/187,
Seite(n) 96-105

ARCH+ 186/187

Fokus ARCH+: Polit-Kybernetik

Von Fezer, Jesko

Ach so, „MLH Bau“ steht für Marxistisch-Leninistische Hochschulgruppe Bau. Nikolaus Kuhnert reicht mir noch ein weiteres handgezeichnetes Diagramm rüber. Und „KU“ war die so genannte Kritische Universität in Berlin: Springerkampagne, Dutschke und so weiter. „SDS“ ist klar. 1 Dann geht da ein Pfeil zu „B“ und „AC“. Diese Kürzel stehen für die Arch+-Fraktionen aus Berlin und Aachen. Soweit alles verständlich. Ziemlich linksradikal, ziemlich zeitgenössisch – damals. An der Wand hängen wie immer schon gerahmte Architekten-Handskizzen auf Papierservietten. Eine sieht schwer nach Aldo Rossi aus. Ich verlasse mit einem Stapel Kopien in der Tasche das Café Aedes am Savigny-Platz in Berlin-Charlottenburg. Um sich ein Bild von den damaligen politischen Richtungskämpfen der Linken zu machen, die sich in der Redaktionspolitik der Arch+ spiegelten, ist die Austrittserklärung der Berliner Redaktionsmitglieder Klaus Brake, Helga Fassbinder und Renate Petzinger von 1977 sehr aufschlussreich.

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