ARCH+ 185


Erschienen in ARCH+ 185,
Seite(n) 56-61

ARCH+ 185

Die multinationale Stadt

Von Martin, Reinhold /  Baxi, Kadambari

Seine glatten Steinflächen geben dem Gestalt, was für das Silicon Valley „Outsourcing“ bedeutet, ein Dienstleistungssystem, das aus flexiblen, hoch qualifizierten Arbeitskräften schöpft, und das man in Indien „Body Shopping“ nennt.

Der 28 Hektar große International Tech Park Ltd. (ITPL) wird von ihren Managern als hypermoderne „Welt im Park“ angepriesen, komplett mit Einkaufszentrum, Fitnessklub und nahegelegenem Wohnkomplex. Das zwischen 2000 und 2004 in Public-Private-Partnership entstandene Projekt wurde vor allem von der systematischen Investition der indischen Regierung in die Informationstechnologie vorangetrieben. Die Grundlagen dazu wurden bereits 1986 in einem politischen Weißbuch unter dem Titel Computer Software Export, Software Development and Training ausgearbeitet und mündeten schließlich 1991 in dem Programm Software Technology Parks (STP), das Softwarefirmen, die zu hundert Prozent für den Export arbeiteten, fünf Jahre lang Steuerfreiheit gewährte. Und so gab es 2004 bereits einundvierzig offizielle im ganzen Land verstreute Informationstechnologie-Zentren, die unter der Verwaltung von Software Technology Parks of India (STPI) und der Aufsicht der indischen Regierungsbehörde für Elektronik (DOE) standen. Zusammen mit dem Electronics Hardware Technology Park Scheme (EHTP) wurde STPI – in Neu Delhi träumen die Bürokraten oft in Großbuchstaben – geschaffen, um Firmen Dienstleistungen, Unterstützung und finanzielle Anreize anzubieten und so Indiens Hightech-Exporte zu fördern. ...

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