ARCH+ 183

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Erschienen in ARCH+ 183,
Seite(n) 76-81

ARCH+ 183

Das Bild als Raumkonstituens

Von Müller, Michael

Gerade deshalb nehme die Produktion von Wunschbildern einer synthetisierenden Wahrnehmung rapide zu, Bilder, die in ihrer Eindeutigkeit der Komplexität der neuen Stadt gerecht werden sollen. Architektur und Stadt werden künftig mehr und mehr dem Diktat des Bildes unterliegen.Wie aber lebt es sich in Räumen, die Bildern gehorchen? Wobei es entscheidend darauf ankommt, wer diese Bilder produziert. Denn bei Licht besehen ist an der Wirkungsmacht der Bilder in ihrem Einfluss au  unsere Sicht der Welt und wie wir uns in ihr einrichten, so viel nicht neu. Die Stadt, insbesondere die europäische Stadt als ein auf Zukünftiges ausgerichtetes Projekt zu denken und zu entwickeln, war immer angewiesen auf die Fähigkeit, sich ein Bild zu machen, Bilder zu imaginieren.Michael Müller geht im folgenden Text sogar noch einen Schritt weiter und spricht von der Unvermeidlichkeit, ja der Notwendigkeit der Bilder für den Stadtdiskurs. Denn Bilder, so argumentiert er, leisten etwas Unverzichtbares: sie vermitteln. Diese Vermittlung ist geradezu konstitutiv für die städtische Lebenspraxis und ein sie beständig antizipierendes Vorstellungsvermögen.

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