ARCH+ 28

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Erschienen in ARCH+ 28,
Seite(n) 34-44

ARCH+ 28

Die gesellschaftliche Funktion der Arbeit des Architekten

Von Feldtkeller, Christoph

Im Rahmen der Schulplanung war ich befaßt mit der sog. Programmierung, also der Ermittlung und Zusammenstellung von Anforderungen bezüglich der zu planenden Gebäude unter dem Gesichtspunkt ihrer Eignung für die geplanten Tätigkeiten. Im Rahmen der Schulforschung war ich befaßt mit Untersuchungen in in Betrieb genommenen Schulgebäuden im Hinblick auf ihre Eignung für die darin stattfindenden Tätigkeiten. Von besonderer Relevanz für mein Thema war bei dieser Arbeit die aufgrund der Innovation im pädagogischen Bereich während der Aufschwungphase der Schulreform erforderliche enge Verflechtung zwischen der architektonischen und der pädagogischen Ebene der Planung und Forschung, die eine Explikation des Gegenstands der architektonischen Planung bzw. Forschung in seiner Abgrenzung gegenüber dem Gegenstand der pädagogischen Planung bzw. Forschung erforderlich machte. 1. Der Zweck der architektonischen Planung: die Gewährleistung, daß mit der Herstellung von baulichen Anlagen für die Durchfuhrung von Tätigkeiten, welche ihrerseits durch die Struktur des gesellschaftlichen Reproduktionsprozesses bestimmt sind, bestimmte für diese Tätigkeiten erforderliche Umweltverhältnisse erzielt werden. Es ist zunächst die weit verbreitete Vorstellung von der Aufgabe des Architekten zu kritisieren, welche als Aspekt des Berufsbilds eine wichtige Voraussetzung darstellte für den Versuch, in der Berufspraxis eine gesellschaftskritische Position zu vertreten, die aber auch in der Kritik daran keineswegs überwunden, sondern mit der Auffassung, daß unter den bestehenden ökonomischen Verhältnissen eine an den Lebensbedürfnissen orientierte Planung nicht durchsetzbar sei...

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