ARCH+ 49

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Erschienen in ARCH+ 49,
Seite(n) 30-33

ARCH+ 49

Arch+ Interview mit Mitgliedern der Siedler-Interessengemeinschaft Bergarbeitersiedlung "Am Kanal" e.V. in Lünen

Von Hellweg, Uli /  Moths, Ulrike

Im Ruhrgebiet haben sich in den letzten Jahren Initiativen für stadtteilbezogene Volks- und Bürgerhäuser gebildet. Nicht zufällig zuvorderst in den ehemaligen, von Abriß und sozialer Auflösung bedrohten Bergarbeitersiedlungen: in Eisenheim (Oberhausen), Flöz Dickebank (Gelsenkirchen) - vgl. den Beitrag von T. und J. Tomshöfer in dieser Ausgabe und der Siedlung „Am Kanal" in Lünen. Das folgende Interview mit Mitgliedern der Siedler—Interessengemeinschaft der Bergarbeitersiedlung „am Kanal" zeigt die Hintergründe des Entstehens dieser sozial—kulturellen „nachbarschaftlichen" Bewegung — die existentielle Bedrohung - auf. Jeweils spezifisch und keineswegs übertragbar sind die Versuche der Initiativen zur Festigung und Verstetigung ihrer Arbeit; vor allem, wenn sie den Weg aus der politischen Defensive (gegen Abriß usw.) in die praktische Umsetzung ihrer sozialkulturellen Vorstellungen gehen. Schon in der Wahl der institutionellen Form ihrer Selbstorganisation werden diese Unterschiede deutlich. Während die eine Initiative jede Formalisierung und Institutionalisierung (z.B. Vereinsgründung) aus Angst vor neuen Oben—Unten—Mustern ablehnt, die zweite eine Vereinsgründung nur als notwendiges organisatorisch-finanzielles Übel ansieht, steuert die dritte - z.B. die Siedler—Gemeinschaft in Lünen — eine förmliche Organisation gezielt an...

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