ARCH+ 7

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Erschienen in ARCH+ 7,
Seite(n) 49-52

ARCH+ 7

Einfache Spiele als Modelle einfacher Entscheidungsstrukturen

Von Schreiber, Peter

Frage 1: Warum sollen einfache Entscheidungsstrukturen ein Beitrag zu einem Symposion über Planungsmethoden sein? Frage 2: Warum sind Formalisierungen heute erforderlich? Lassen Sie mich bitte kurz beide Fragen, ausgehend von einer vereinfachten und damit anfechtbaren Position, beantworten, um nach der Beantwortung dieser Fragen zum Kern meines Beitrages zu kommen.

Zur Frage 1: Planungsprozesse sind Problemlösungsprozesse. Die Menge der am Planungsprozeß teilnehmenden Personen hat die folgenden Gruppenentscheidungen zu treffen: 1. Welche der auftretenden Probleme sollen gelöst werden? - Wenn sich ein Problem lösen läßt, dann gibt es im allgemeinen nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen eine eindeutig bestimmte Lösung.

Dies ist Anlaß für zwei weitere Entscheidungen: 

2. Was tut man mit unlösbaren Problemen?

3. Welche der möglichen Lösungen soll in der Praxis angewendet werden? Die hierbei auftretenden Gruppenentscheidungen gehören in den Bereich der einfachen Entscheidungsstrukturen.

Zur Frage 2: Ein Teil einer Formalisierung eines Sachverhalts besteht darin, daß man ihn ganz oder teilweise symbolisiert. Beispiel: Der Satz: "Eine der deutschen Universitäten ist die Technische Universität Berlin" läßt sich teilweise symbolisieren: "Eine der deutschen Unis ist die T U B " . Diese Symbolisierung leistet zweierlei: a) Sie verkürzt die Länge des Satzes. b) Sie verkleinert die Menge derjenigen Personen, die diesen Satz verstehen. (Es gibt bestimmt Berliner, welche die Abkürzung TUB nicht kennen.) Die Leistung einer Symbolisierung besteht also im wesentlichen im Aufbau von Sprachbarrieren...

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