ARCH+ 25

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Erschienen in ARCH+ 25,
Seite(n) 1-10

ARCH+ 25

Vorortgründungen

Von Posener, Julius

Außerhalb der Ringbahn lag ein völlig anderes Berlin: zunächst der Gürtel der Schrebergärten, durchsetzt übrigens von Fabrikgeländen an bestimmten bevorzugten Standorten dieses inneren Ringes, die sich im Nordwesten, im Norden, Osten und Süden befanden; im Westen und Südwesten gab es nur an vereinzelten Stellen und viel weiter draußen Industrie: bei Spandau, bei Teltow, bei Potsdam (Nowawes). Dort, im Westen und Südwesten, um den Grunewald herum, gab es nicht einmal viel vom Schrebergartenring; vielmehr schloß sich hier unmittelbar an die Stadt der Mietskasernen ein weites Gartengebiet an; und wenn Hegemann Berlin die größte Mietskasernenstadt der Welt genannt hat, so hätte er es ebensogut die größte Villenstadt der Welt nennen dürfen; denn nicht nur erstreckten sich die Südwestvororte bis nach Potsdam; es gab einen zweiten bedeutenden Zipfel nach Südosten, von Karlshorst bis zu den Dahmeseen; und es gab einzelne Kolonien wie Frohnau im Norden; auch sie bedeckten erhebliche Flächen außerhalb der Stadt. Wir nannten die Stadt bipolar, und sie war es, mit geringen Einschränkungen durchaus: die Einschränkungen beziehen sich auf die Villen am Südrande des Tiergartens und an die vereinzeinten Gruppen von Mietshäusern in den alten und neuen Ortskernen der Vororte. ...

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