ARCH+ 37

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Erschienen in ARCH+ 37,
Seite(n) 48-49

ARCH+ 37

Das Konzept der typologischen Kritik

Von Tafuri, Manfredo

Angesichts der Untersuchungen der Smithons, von Copcutt, von De Carlo, von Aymonino und von Aldo Rossi über die architektonischen Aspekte der städtischen Strukturen in Bezug zu Systemen untergeordneter Strukturen, von Copcutt oder von Tange über die Fähigkeiten eines architektonischen Fragmentes, einer vorgegebenen Gesamtheit neue Bedeutungen zu verleihen, von einem großen Teil der englischen Kultur über das Problem des „housing", vom LCC über die „neue Stadt" Hook oder von der Kommission des „Buchanan Report" über Verkehrssysteme und ihre Verflechtungen mit der Stadtplanung, ist es ohne weiteres berechtigt, von einer neuen Blüte der „typologischen Kritik" 1 ) zu sprechen. „Kritik" deshalb, weil sie ihre Untersuchungen entwickelt, indem sie von einem weitreichenden, schon existierenden Material ausgeht: sie unterscheidet sich von den analytischen Untersuchungen der Meister des europäischen „Rationalismus" oder von deren Epigonen — von Taut über Klein bis Hilbersheimer — durch ihren historischen Charakter. „Typologisch", weil sie auf Phänomen formaler Invarianz beharrt: in diesem Sinn ändert sich augenscheinlich die Bedeutung des Begriffs „Typologie" auf radikale Art und Weise, da dieser von Mal zu Mal auf Grund der konkreten Probleme neu definiert werden muß...

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