ARCH+ 40/41

Kostenloser Download


Erschienen in ARCH+ 40/41,
Seite(n) 78-79

ARCH+ 40/41

Modell Deutschland

Von Gschwind, Friedemann /  Henckel, Dietrich

Einst war Sindelfingen ein armes Textilstädtchen — die schwäbischen Weber hatten nicht mehr zu beißen als anderswo — heute leben die Stadtväter wie im Duck'schen Geldspeicher. Ein Blick in die Gemeindefinanzstatistik belegt Sindelfingens außerordentliche Situation: 1.650 DM Gewerbesteuer (netto, also nach Abzug der Gewerbesteuerumlage) wurde je Einwohner 1976 eingenommen. Keine andere deutsche Stadt, ob groß oder klein, kommt auch nur in die Nähe solcher Beträge. Böblingen als Kreissitz nebenan und auch nicht gerade arm bringt es auf 800 DM Gewerbesteuer pro Kopf, Stuttgart auf 640 DM, Duisburg dagegen nur auf 200 DM. Der Durchschnitt aller Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern lag 1976 bei 260 DM. Und der warme Regen dauert an: in Sindelfingens Haushalt 1978 sind weitere Steigerungen bei der Gewerbesteuer veranschlagt...

SSS Siedle Dornbracht Euroboden
Feedback erwünscht!