ARCH+ 174


Erschienen in ARCH+ 174,
Seite(n) 82-85

ARCH+ 174

Vertikaler Campus, Tokio

Von OMA /  Koolhaas, Rem

Wie läßt sich die Lebendigkeit eines Campus in die Vertikalität eines Hochhauses, eine Typologie, die sich eher durch ihre Monotonie auszeichnet, übertragen? Der vertikale Campus muß die gleichen Bedingungen für Interaktivität eines normalen Campus bieten, sonst wäre er lediglich ein Büroturm.

Entwurf Um dies zu erreichen, wird jedes Geschoß durch eine andere Konfiguration gebildet, die die unterschiedlichen kreativen und intimen Situationen eines klassischen Campus nachbilden. An strategischen Orten sorgen sogenannte ‘mixing chambers’ für den nötigen Austausch auch zwischen den unterschiedlichen Lern- und Fachbereichen. Bei der Organisation der drei Hochschulinstitutionen (ISEN – Medizin, MODE – Modedesign, HAL – Informatik) wurde auf eine Stärkung ihrer eigenständigen Charaktere und der formalen wie räumlichen Wiedererkennbarkeit der einzelnen Teile großen Wert gelegt. Sie alle bilden unterschiedliche räumliche Konfigurationen; erst in der Interaktion der einzelnen Bereiche gewinnt der Turm eine kohärente Identität.

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