ARCH+ 158


Erschienen in ARCH+ 158,
Seite(n) 76-83

ARCH+ 158

Zum Stand der Kunst des industriellen Bauens

Von Böhm, Florian

Hintergrund ist, daß sich die Formensprache aus Freiformflächen mit vorhandenen Produktionstechniken im Bauwesen nur schwer und wenn überhaupt, dann äußerst kostspielig umsetzen läßt. Die digital generierte Architektur,die sich auch Animationsprogramme aus den Special-Effects-Laboren der Filmindustrie für die Formfindung zunutze macht, manifestiert sichhäufig in Entwürfen, die auf dem Bildschirm schwerelos und futuristisch wirken. Sollen diese Entwürfe jedoch in gebaute Realität umgesetztwerden, kommen klassisches oder auch hochtechnologisches Handwerk in Form von Sonderanfertigungen in einer Weise ins Spiel, die nur noch als vorindustrieller Prozeß zu bezeichnen ist. Zwar scheint es bei diesen Architekten zum guten Ton zu gehören, Techniken der numerischgestützten Fertigung (CNC — Computerised Numerical Control) bei der Baurealisierung zu verwenden. Die Rationalisierungseffekte in bezug auf Kosten und Produktionszeiten, die im Maschinenbau die ursprüngliche Motivation zur Entwicklung der computer unterstützten Produktionstechniken darstellten, werden — wenn überhaupt — jedoch nuram Rande betrachtet. …

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