ARCH+ 85

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Erschienen in ARCH+ 85,
Seite(n) 28-31

ARCH+ 85

Innen - Aussen

Von Brandt, Andreas /  Zwoch, Felix

Felix Zwoch: Andreas, Du arbeitest an architektonisch und städtebaulichen Projekten, die eher utopisch erscheinen, deren Einlösung illusionär anmutet. Pathetisch ausgedrückt: Du arbeitest an Visionen von Stadt, von Architektur und weniger daran, unmittelbar umsetzbare, in die Realität einpaßbare Bauprogramme zu liefern. Man könnte auch sagen: Du arbeitest an Träumen, an den eigenen Träumen von der Stadt.

Andreas Brandt: Wenn man für eine lichte Raumhöhe von 3,40 m im Wohnungsbau plädiert und für eine Nutzfläche von mindestens 16 m2 pro Zimmer, dann wird man natürlich schnell in die Träumerecke abgeschoben. Tatsächlich ist nämlich eine lichte Raumhöhe von 2,25 m für weite Bereiche des Wohnungsbaus als Realität akzeptiert. Die Nutzfläche solcher Räume ist in Abhängigkeit zu ihrer Höhe entsprechend klein. Betritt man einen solchen Raum, will man sich unwillkürlich setzen. Warum? Der horizontale Blick ist durch die niedrige Decke radikal eingegrenzt, also taucht man herab, einen Sitzplatz suchend, vielleicht sogar noch zwischen vielen Gegenständen, die den Raum verstellen. Ein Innenraum, dessen Höhe durch das Doppelte der Augenhöhe einer aufrecht stehenden Person bestimmt ist, ist weit eher geeignet, vielfältige Verhaltensweisen zuzulassen...

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