ARCH+ 168


Erschienen in ARCH+ 168,
Seite(n) 26-27

ARCH+ 168

Chinesischer Urbanismus

Von Ma, Qingyun

Anti-Autonomie Es fällt schwer, die chinesische Urbanisierung auf eine konsistente Weise nachzuzeichnen, denn zwei besondere Faktoren haben in China die kontinuierliche Entwicklung der Städte behindert. Zum einen wird die Stadt als ein unmittelbares Konstrukt der Macht und der kulturellen Ausrichtung betrachtet. Daher waren chinesische Städte Veränderungen unterworfen, die nicht nur ihre Organisation und Verwaltung betrafen, sondern auch ihre Lage oder den Standort. Diese Veränderungen bedeuteten eine Umstrukturierung, Umsiedlung oder sogar die völlige Aufgabe von Städten. Die Paläste der Ch´in-Kaiser, und somit auch die Städte, mußten in Schutt und Asche gelegt werden, damit das nachfolgende Herrschergeschlecht seine eigenen Städte errichten konnte. Jüngere Dynastien mußten den später Peking getauften Landstrich ständig neu vermessen und umgestalten, um ein wie auch immer geartetes neues Machtkonstrukt zu etablieren. Selbst Mao überzeugte zehntausende von Jugendlichen, den Städten den Rücken zu kehren und sich in der herrlichen Weite des ländlichen Chinas niederzulassen. …

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