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Ecological Futures – Start des Spreepark Residenzprogramms

Wir begrüßen die ersten Resident*innen des Projekts Ecological Futures in Berlin: Đặng Thùy Anh, Lê Ngọc Khánh Linh, Lohana Montelo, und Shabu Mwangi.

Mit ihrer Ankunft beginnt die nächste Phase des Projekts Ecological Futures, das ARCH+ und das Goethe-Institut gemeinsam initiiert haben. Nach der intensiven Pilotphase „Un'altra casa“ am MAAM Metropoliz 2024 in Rom, fand im letzten Jahr eine Reihe von Veranstaltungen im Goethe-Institut Barcelona, in den Jardins do Bombarda in Lissabon und im ehemaligen Kino des Eisenbahnerhauses in Skopje statt.

2026 liegt der Projektschwerpunkt von Ecological Futures auf dem internationalen Residenzprogramm, das in Zusammenarbeit mit dem Spreepark Art Space in Berlin realisiert wird. Von März bis November finden insgesamt zwölf Residenzen mit Teilnehmer*innen aus Armenien, Brasilien, Italien, Kenia, Kolumbien, Nordmazedonien, Serbien, Türkei, Vietnam und weiteren Ländern im Spreepark Art Space statt.

 

Ecological Futures Residenzprogramm im Spreepark

Das von ARCH+ und dem Goethe-Institut gemeinsam mit dem Spreepark Art Space und kuratierte internationale Residenzprogramm, verbindet künstlerische Forschung, urbane Praxis und ökologische Ansätze miteinander. Der ehemalige Vergnügungspark im Berliner Plänterwald wird dabei zu einem Ort des Austauschs, der Zusammenarbeit und der Erprobung nachhaltiger Transformationsprozesse.

 

Gemeinsam mit Goethe-Instituten weltweit lädt Ecological Futures Künstler*innen, Architekt*innen und Aktivist*innen ein, deren Praxis an der Schnittstelle von Kunst, Ökologie und urbaner Transformation angesiedelt ist. Während ihrer Residenz arbeiten sie vor Ort im Spreepark, kooperieren mit lokalen Initiativen in Berlin und tragen zur Weiterentwicklung des internationalen Netzwerks von Ecological Futures bei.

 

Wir freuen uns ganz besonders über die erste Gruppe mit Đặng Thùy Anh, Lê Ngọc Khánh Linh, Lohana Montelo und Shabu Mwangi.

 

Kurzinfos zu den Teilnehmer*innen:

Đặng Thùy Anh (Hanoi, Vietnam) ist eine darstellende Künstlerin und Kuratorin mit einer interdisziplinären Praxis in Performance, Installation und Video. In ihrer Arbeit untersucht sie die Beziehungen zwischen Mensch und Natur sowie die Auswirkungen gesellschaftlicher Vorurteile auf die Konstruktion von Geschlecht. Dabei arbeitet sie häufig mit lebenden Organismen, natürlichen Materialien, ihrem eigenen Körper sowie persönlichen Archiven.

Sie erhielt den „Finest Artist Award 2022–2023“ von Hanoi Grapevine und wurde 2023 mit dem Dogma Prize ausgezeichnet. Seit 2024 ist sie Mitglied des Kuratorischen Boards von Á Space – An Experimental Art Space.

https://aea.space/en/about/team-members/

 

Lê Ngọc Khánh Linh (Ho-Chi-Minh-Stadt/Hanoi, Vietnam) ist eine Forscherin mit einem multidisziplinären Hintergrund in Anthropologie und Biologie. Mit besonderem Fokus auf die Klimaanpassung urbaner Räume wurde Linh Teil von The Green Dots, einem Sozialunternehmen, das Kreislaufwirtschaft und urbane Landwirtschaft durch die Gestaltung und Pflege von Gemeinschaftsgärten fördert.

Zuletzt entwickelte und realisierte sie gemeinsam mit dem Team einen 250m² großen Gemeinschaftsgarten für ein Waisenhaus in Ho-Chi-Minh-Stadt.

https://thegreendots.vn/tgds-la-1525/

 

Lohana Montelo (Rio de Janeiro, Brasilien) ist eine Künstlerin und Aktivistin, deren Praxis auf überliefertem Wissen basiert und bildende Kunst, Forschung und Pädagogik verbindet. Durch Skulptur, Installation, Zeichnung, Fotografie und Schreiben setzt sie sich mit Agroökologie auseinander und kultiviert urbane Agroforstsysteme wie die Agrofloresta Govz ao Pé da Letras.

Sie kooperiert mit dem Laboratório de Estudos Anticoloniais (LEAC) sowie mit der Rede de Agroecologia der UFRJ. 2025 war sie Residentin bei Cidade Floresta / City as a Forest, unterstützt vom Goethe-Institut Rio.

https://lohana.hotglue.me/

 

Shabu Mwangi (Nairobi, Kenia) ist ein Künstler, der in seiner Praxis die Auswirkungen struktureller Gewalt in historischen wie gegenwärtigen Kontexten untersucht. Ausgehend von Fragen zu Globalisierung, Demokratie, den isolierenden Mechanismen des Kapitalismus sowie der wechselseitigen Abhängigkeit zwischen Menschen und ihrer Umwelt entwickelt er vielschichtige Bildkompositionen.

Mwangi lebte und arbeitete in Mukuru, einer informellen Siedlung Nairobis, wo er 2004 das Wajukuu Art Project mitbegründete. 2022 nahm er mit dem Wajukuu Art Project an der documenta 15 in Kassel teil und erhielt den Arnold-Bode-Preis.

https://www.wajukuu.org/shabu-mwangi-2/

 

Über Ecological Futures

Ecological Futures ist eine gemeinsame Initiative des Goethe-Instituts und der ARCH+, gestartet im Jahr 2023. Das Projekt verbindet Kunst, Architektur, urbane Praxis, Wissenschaft und Aktivismus, um neue Wege zu erproben, wie eine sozial und ökologisch gerechte Zukunft gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt steht der Austausch zwischen Menschen, Disziplinen und Orten – mit dem Ziel, sozioökologische Transformation nicht nur theoretisch zu verhandeln, sondern praktisch umzusetzen.

Ecological Futures arbeitet in verschiedenen Städten weltweit und bringt lokale Initiativen, Künstler*innen, Gestalter*innen, Forscher*innen, Aktivist*innen und Bewohner*innen zusammen, um ökologische und soziale Herausforderungen an konkreten Ort gemeinsam zu erkennen, zu diskutieren und anzugehen.

In enger Zusammenarbeit mit den lokalen Goethe-Instituten und ihren Partner*innen werden Bedürfnisse und Potenziale sichtbar gemacht. Auf dieser Basis entstehen neue Kooperationen, künstlerisch-räumliche Interventionen und Strategien, die eine sozial-ökologisch lebenswerte Zukunft aufzeigen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden dokumentiert und als Werkzeugset gebündelt, das zukünftig als Wissensspeicher und methodischer Baukasten genutzt werden kann.

 

Weiterführende Infos zum Spreepark Art Space, den Residenzen und dem bisherigen Programm von Ecological Futures:

https://www.spreepark-artspace.de/residenzen/residenzprogramme/ecological-futures/

https://www.spreepark-artspace.de

https://www.goethe.de/de/kul/bku/elf.html

https://archplus.net/de/unaltra-casa/