In vielen akademischen Disziplinen und Praxisfeldern – Architektur, Stadtforschung, Geschichte der Arbeit, Entwicklungsökonomie und Informationswissenschaften, um nur einige zu erwähnen – hat die Instandhaltung als theoretischer Rahmen, Ethos, Methodik und politisches Anliegen erneut an Bedeutung gewonnen. Hier verwischen sich die Grenzen von Wissenschaft und Praxis, und gerade das macht sie zu einem spannenden Forschungsgebiet. Sich mit Instandhaltung zu beschäftigen, ist selbst ein Akt der Instandhaltung. Lücken in der Literatur zu diesem Thema zu füllen, Verbindungen zwischen verschiedenen Disziplinen aufzuzeigen, ist ein Akt der Reparatur oder einfach der Fürsorge: Fäden verknüpfen, Löcher stopfen, leise Stimmen verstärken.