Die ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit ist mit der sozialen Dimension verwoben. Um eine nachhaltige Zukunft für alle zu erreichen, müssen auch die sozialen Beziehungen aller an der Raumproduktion Beteiligten – zu denen auch Care-Arbeiter*innen zählen, die den Bestand pflegen und instandhalten – sowie die Verhaltensweisen der Nutzer*innen neu justiert werden. Architekt*innen müssen dabei gerade jenen vernachlässigten Räumen und Infrastrukturen Aufmerksamkeit schenken, die den vulnerabelsten Gruppen im sozialen Gefüge die Teilhabe ermöglichen. Sie müssen auch den Stellenwert der meist unsichtbar gemachten Care-Arbeit, die für den Erhalt von Gemeinschaften und Institutionen notwendig ist, unterstreichen, indem sie jene versteckten Service-Räume – von den Abstellkammern für Reinigungsgeräte über Werkstätten, Materiallager bis hin zu Toiletten und urbanen Infrastrukturen der Maintenance – als sorgsam zu gestaltende Aufgaben sichtbar machen.