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Foto: Hannah Lu Verse
ARCH+ Podcast

Folge 2: Wildnis inmitten der Stadt

mit: Carsten Kallasch, Cord Riechelmann, Peter Spillmann, Beate Witzel und Frauke Gerstenberg

Auf einer Führung rund um den Alexanderplatz geben die Stadtökologin Beate Witzel, der Krähenexperte Cord Riechelmann und der Fledermausforscher Carsten Kallasch. Einblicke in das Wildtierleben in Berlins Mitte. Stare haben gelernt, die S-Bahn zu benutzen, um sich geschützt vor Falken fortzubewegen. Einige überwintern in der Bahnhofshalle – aufgrund der zunehmenden Erwärmung vor allem der Städte ziehen viele Vögel inzwischen nicht mehr in den Süden. Füchse übernachten auf den zahlreichen Baustellen und Waschbären erklimmen selbst Hochhäuser. Jeden Abend kehren Krähen aus dem Umland an ihre Schlafplätze in der Stadtmitte zurück. Auf dem Dach des Shoppingcenters Alexa brüten Großmöwen, denn in der Stadt finden sie heute oft mehr Nahrung als an der überfischten Ostsee. Auch aufgrund seiner räumlichen Vielfalt durch die unterschiedlichsten Gebäudetypen und historischen Architekturphasen ist der Stadtraum Habitat für viele verschiedene Spezies geworden. So beherbergt etwa die Plattenbau-Fassade des Haus der Statistik 200 Mauerseglerpaare, außerdem leben viele Fledermäuse in dem Gebäudekomplex. Viele weitere Spezies nutzen dieselbe städtische Infrastruktur wie wir und haben ihre Verhaltensweisen dem Stadtleben angepasst. Die Cohabitation findet hier weitgehend unbemerkt und ohne größere Konflikte bereits statt und soll auch im Nutzungskonzept des zukünftigen Kulturzentrums im Haus der Statistik berücksichtigt werden.

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