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Internationales AdK-Stipendium zum Thema „Mensch-Maschine“

Bewerbungsschluss: 31. Juli 2024

Die JUNGE AKADEMIE, das internationale Stipendienprogramm der Akademie der Künste, VISIT, das Stipendienprogramm der E.ON Stiftung und E-WERK Luckenwalde schreiben für 2025 vier Stipendien für internationale aufstrebende Künstler*innen aller Kunstsparten zum Thema „Mensch-Maschine“ aus. Das Stipendienprogramm dient der Förderung von Projekten an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Ökologie; der Fokus der Ausschreibung liegt auf dem künstlerischen Umgang mit Fragen der Nachhaltigkeit im Feld digitaler Technologien, insbesondere Künstliche Intelligenz.

Künstler*innen aller Disziplinen können sich ab sofort für die Förderrunde 2025 über ein eigens eingerichtetes Onlineportal bewerben.

Bewerbungsschluss: 31. Juli 2024

Die Ausschreibung richtet sich insbesondere an Künstler*innen der Diaspora, die von den aktuellen multiplen Krisen betroffen sind und die einen sicheren Raum benötigen, um ihre Karriere fortsetzen zu können.

Die Jury besteht aus:

Anna Gritz, Direktorin, Haus am Waldsee
Anh-Linh Ngo, Chefredakteur ARCH+, Vizepräsident der Akademie der Künste, Berlin
Tiara Roxanne, Künstlerin und Forscherin
Sinthujan Varatarajah, Autor*in und Wissenschaftler*in
Laura Helena Wurth, Journalistin und Schriftstellerin

 

Stipendium

Erfolgreiche Bewerber*innen erhalten ein Stipendium in Höhe von 20.000 Euro. Dieser Betrag enthält sowohl das Budget für den eigenen Unterhalt als auch das Projektbudget, das für die Produktion einer Arbeit eingesetzt werden und die Kosten für Forschung, Entwicklung, Reise und Materialkosten decken soll.

 

Atelier

Ausgewählte Künstler*innen haben die Möglichkeit ein Atelier im E-WERK Luckenwalde oder in der Akademie der Künste, Berlin zu beziehen im Zeitraum 1. April bis 30. Juni 2025. Es wird erwartet, dass Künstler*innen 75 % der Zeit während der drei Monate anwesend sind.

 

Veranstaltungsprogramm

Gemeinsame Veranstaltungen der Partner sind geplant in der Akademie sowie im E-WERK mit einer Abschlussausstellung im E-WERK Luckenwalde im Herbst 2025 mit allen Stipendiat*innen, die in den Jahren 2023–2025 ein Stipendium erhielten.

 

Ausschreibungstext

Das komplexe Verhältnis von Mensch und Maschine ist seit der Industrialisierung Sujet der Kunst und der künstlerischen Praxis. Mit der Digitalisierung, aber auch mit dem Klimanotstand hat das Thema an Brisanz gewonnen, insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Grundlegende philosophische, ökonomische, ökologische und ethische Konzepte sowie Vorstellungen unserer Lebenswelt werden infrage gestellt. Mit Kate Crawford wird KI hier nicht als „künstlich“ oder „intelligent“ verstanden, sondern „verkörpert und materiell, hergestellt aus natürlichen Ressourcen, Brennstoffen, menschlicher Arbeit, Infrastrukturen, Logistik, Geschichte(n) und Klassifizierungen“. Wie Crawford zudem schreibt, ist eine der größten Mythen der KI-Branche, dass Intelligenz unabhängig von sozialen, kulturellen, historischen und politischen Kräften existiert, gleichwohl das Konzept einer „überlegenen“ Intelligenz seit Jahrhunderten ungeheuren Schaden anrichtet.

Die Künste können hier ein spezifisch ästhetisches Wissen erzeugen, verfügen sie doch über die Fähigkeit, Konzepte zur Diskussion zu stellen, Szenarien durchzuspielen und Spekulationen über die Zukunft anzustoßen. Fiktionen und Utopien um allwissende und fühlende Maschinen, die sich gegen den Menschen wenden, genauso wie Unsterblichkeitsfantasien des Menschen dominieren dabei die westliche kulturelle Imagination.

Das Programm „Mensch-Maschine“ fördert internationale Künstler*innen aller Kunstsparten, die sich mit digitalen Technologien und Künstlicher Intelligenz im weitesten Sinne auseinandersetzen, die insbesondere die westliche Fortschrittsgeschichte sowie Dualismen wie das „Künstliche“ und das „Natürliche“ infrage stellen; die neue Denkmuster, Erzählungen und Weltzugänge im Kontext des Themas ermöglichen und dringliche Aspekte der heutigen Situation der Gesellschaft und des Planeten erforschen.

Seit 2022 zielt die Partnerschaft darauf ab, Fragen zur Nachhaltigkeit im Bereich digitaler Technologien zu vertiefen. Wo können Mensch und Maschine zusammenkommen, um systemische Veränderungen anzustoßen? Wie können wir mehr als nur die Menschenrechte schützen?

 

Daten

31. Mai 2024: Beginn Ausschreibung
31. Juli 2024: Ende der Ausschreibung
Oktober 2024: Jurysitzung
Ende Oktober: Veröffentlichung Ergebnisse

 

Programm

April–Juni 2025: Residenzzeit im E-WERK oder in der Akademie der Künste
Frühjahr 2025: Open Studios, E-WERK & Akademie der Künste
Herbst 2025: Ausstellung im E-WERK sowie Symposium in der Akademie der Künste