Seit mehr als fünf Jahrzehnten widmet sich die Architektin Salma Samar Damluji der Erforschung, Erhaltung und Rekonstruktion der vernakulären Architektur Westasiens und Ägyptens. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die jemenitische Lehmbauarchitektur, die durch Klimawandel, wirtschaftlichen Entwicklungsdruck und bewaffnete Konflikte zunehmend bedroht ist. Gezeigt werden Fotografien, die Damluji 1981 während ihrer ersten Reise in den Jemen als Referentin der UN-Wirtschaftskommission für Westasien (UNECWA) in der Region Hadramaut aufnahm. Sie dokumentieren die bis zu neungeschossigen Lehmhochhäuser der Stadt Schibam ebenso wie das Leben ihrer Bewohner*innen, architektonische Details, Infrastrukturen und Bauprozesse.