Die Karte zeigt das Ruhrgebiet als polyrationalen Raum: Flüsse, Kanäle und topografische Schwellen strukturieren ihn ebenso wie kirchliche Territorien, Bergbaukonzessionen und Verwaltungsgrenzen, hinzu kommen Infrastrukturtrassen, Förderkulissen und Planungsverbände. Sichtbar wird, wie sich ökonomische, ökologische, konfessionelle und politisch-administrative Grenzen überlagern und ein dichtes Geflecht bilden, etwa dort, wo Stadtgrenzen Quartiere zerschneiden, Kanäle Nachbarschaften trennen oder Planungsräume quer zu gewachsenen Identitäten verlaufen.