Ende der 1970er-Jahre wurde aus dem Catharijnesingel in Utrecht die Catharijnebaan: eine zwölfspurige Stadtautobahn aus Beton und Asphalt. Um Raum für den motorisierten Individualverkehr zu schaffen, wurden große Teile des rund fünf Kilometer langen äußeren Stadtgrabens, der aus dem 12. Jahrhundert stammte, zugeschüttet. Seit der Verleihung der Stadtrechte im Jahr 1122 hatte dieser historische Kanal eine zentrale Rolle für die städtebauliche, wirtschaftliche und soziale Entwicklung Utrechts gespielt. Seine Umwandlung in eine Verkehrsschneise markierte einen tiefgreifenden Einschnitt in das Stadtgefüge: Das historische Zentrum wurde vom sich entwickelnden Bahnhofsareal abgetrennt.