Je mehr Zeit vergeht, desto schwieriger wird es, das MAAM – das Museo dell’ Altro e dell’ Altrove di Metropoliz (Museum des Anderen und des Anderswo Metropoliz) – präzise zu beschreiben. Der Anthropologe Marc Augé bezeichnete es nach einem Besuch im Jahr 2016 als „Überort“. An der historischen Via Prenestina, am östlichen Stadtrand Roms, wurde 2009 das Gelände einer ehemaligen Wurstfabrik von Aktivist*innen besetzt, um wohnungslose Migrant*innen unterzubringen. Diejenigen, die auf diesem Ruinengelände Zuflucht fanden, tauften es „Metropoliz“. Doch Metropoliz ist weit mehr als nur eine besetzte Fabrik – es fungiert wie ein Wurmloch, das die höchsten und niedrigsten Ausdrucksformen des urbanen Lebens kurzschließt: das Museum und den Slum.