„Jeden Sommer träumt die Stadtbevölkerung vom mediterranen Lebensgefühl, von der lauschigen Piazza, vom Verweilen zwischen Brunnen, Bänken und üppigen Bäumen“, so Giorgio Scherrer in der Neuen Zürcher Zeitung am 23. Juli dieses Jahres.1 Er spricht über missratene Plätze, aber das von ihm angesprochene Missverständnis ist ein generelles und betrifft viele Städte: Der Diskurs über urbane Räume wird von den kulturellen Vorstellungen einer wohlhabenden Schicht dominiert, die ein romantisiertes Bild von Urbanität hat.