Vor genau 20 Jahren richtete ARCH+ im Rahmen des Projekts Shrinking Cities den Ideenwettbewerb „Shrinking Cities – Reinventing Urbanism“ aus.1 Als Ergebnis stellten wir eine Verlagerung in der gegenwärtigen Planungsdebatte fest. In einer Zeit, in der traditionelle Planungsmethoden zunehmend an ihre Grenzen stoßen, eröffnen „urbane Interventionen“, wie wir sie damals nannten, einen Möglichkeitsraum – eine Einladung zur partizipativen Neugestaltung städtischen Zusammenlebens. Dies wäre zumindest die positive Lesart des Wandels, den wir kritisch diskutiert haben. Je ausgeprägter die Krise der Planung ist, desto mehr gewinnt der akteurszentrierte Planungsansatz an Bedeutung.2 Zivilgesellschaftliche Akteur*innen fungieren aus dieser Sicht als „Task-Forces“, die selbstständig und problembewusst eingreifen, wenn traditionelle Planungsinstrumente versagen.