Der Kurs Reparatur, den Silke Langenberg 2014 an der Hochschule München und ab 2020 an der ETH Zürich einführte, verbindet grundlegende Konzepte der Denkmalpflege mit neuartigen Methoden der Reparatur- und Fab-Lab-Bewegung. Die Studierenden sind herausgefordert, eigene – häufig industriell gefertigte – Objekte zu reparieren, die aufgrund Alter oder fehlerhafter Konstruktion versagen. Dabei überprüfen sie, ob die Objekte und ihre Teile in Bezug auf ihre Konstruktion, ihre Materialien oder ihr Design verbessert werden können – um sie dauerhafter zu machen, ihren Wert zu steigern und ihre Reparaturfähigkeit zu erhöhen. Oft sind es kleine, aber entscheidende Maßnahmen, die das Objekt erheblich aufwerten und seine Lebensdauer verlängern.