Der Akt der Reparatur legt immer auch offen, was nicht repariert werden kann: Nie werden wir den ursprünglichen und unversehrten Zustand eines Körpers, Gegenstandes, Gebäudes und schon gar nicht unseres Planeten wiederherstellen können. Insofern beginnt Reparatur damit, die Unumkehrbarkeit der Zerstörung anzuerkennen. Wir können wiederaufbauen, ausbessern, heilen und instandsetzen, aber wir müssen uns eingestehen, dass all unsere Reparaturbemühungen die materiellen oder immateriellen Verletzungen nicht überdecken können. Dieses Kapitel versammelt Arbeiten, die die Narben sichtbar lassen und das Gedenken an Verschüttetes lebendig halten. Sie pflegen persönliche und kollektive Erinnerungen, die ausgelöscht zu werden drohen. In einem ko-kreativen Prozess entstehen mithilfe von Werkzeugen der Gestaltung und Raumforschung wachsende Archive, damit wir wieder aufbauen können, was zerstört wurde, dessen gedenken, was wir verloren haben, und in dem, was repariert wurde, neue Bedeutungen finden können.
The act of repair always also reveals what cannot be repaired. One cannot return to an original and undamaged state of a body, object, or building, let alone the planet itself. In this sense, repair begins with acknowledging the irreversibility of destruction. We may rebuild, mend, heal, and overhaul, but we need to embrace the fact that all our efforts to repair will not obscure the material or immaterial wounds. This section brings together works and projects that span multiple temporalities and scales; they seek to keep the scars visible and recollections alive. They cherish our personal and collective memories which might otherwise be erased, co-create expanding archives through design and spatial research tools so that we can rebuild what was demolished, comme morate what we lost, and discover new meaning in what was repaired. Text: Nazlı Tümerdem