Die Städte, in denen wir leben, wurden auf den Körpern von Tieren errichtet. Bis ins 19. Jahrhundert gehörten Nutztiere wie Pferde, Kühe, Schweine, Schafe und Hühner selbstverständlich ins Stadtbild. Mit der Industrialisierung verloren sie ihre Funktion als organische Energiequelle, als Nahrungsressource für die exponentiell wachsende Stadtbevölkerung wurden sie hingegen immer wichtiger. Das hier versammelte Recherchematerial zeichnet die Entwicklung der Schlachthöfe und ihre enge Verflechtung mit der Stadt im Zusammenhang mit dem aufkommenden Hygienediskurs nach.