Eine Urhütte der Armut, in der nordöstlichen Peripherie von Mexiko-Stadt nahe Xochiaca gelegen, manifestiert drastisch das Scheitern sozialräumlicher Entwicklungskonzepte vieler Megastädte des Globalen Südens (Abb. 1). Die Fassade, errichtet aus grob behauenen Holzpfosten, verkleidet mit angerostetem Wellblech, gebrochenen Asbestelementen, schwarzen Plastikplanen und weißen Stofflaken, ist Ausdruck einer Überlebensstrategie durch Weiterverwendung von Müll. Die Bewohner*innen solcher Hütten haben keinen Zugang zum formalen Wohnungsmarkt, sie bauen sich ihr neues Heim selbst, grenzen ihre winzige Parzelle mit niedrigen Steinhaufen und zerbrochenen Gussbetonteilen ab.