Der britisch-argentinisch-japanische Designer, Architekt und Autor Adam Nathaniel Furman ist so etwas wie das Sprachrohr einer neuen Generation von Gestalter*innen, die den vereinheitlichenden Minimalismus der Gegenwart und den Universalismus der Moderne überwinden will. Mit seinen verspielten, bewusst überladenen und vor allem farbintensiven Entwürfen bietet er seine eigene Subjektivität, Identität und Ästhetik als Anknüpfungspunkt für all jene an, die sich nicht durch das Geschmacksdiktat der Mehrheitsgesellschaft repräsentiert fühlen: Migrant*innen, Schwule, Lesben, Menschen mit anderen kulturellen, sexuellen oder politischen Orientierungen. Die New London Fabulous, deren Namensgebung von Furman selbst stammt, stehen für Diversität und Queerness in der gebauten Umwelt.