Die AI „merkt“ sich diese Grundrisse. Gibt man ihr einen Umriss, generiert sie innerhalb dessen eigenständig einen Grundriss auf Basis aller Grundrisse, die sie „gelernt“ hat.
Im vorliegenden Versuch, wurden zunächst die durchschnittlichen Umrisse von Geschoßgrundrissen innerhalb definierter Zeiträume ermittelt. Diese Umrisse wurden miteinander interpoliert, sodass sie sich kontinuierlich, chronologisch weiterentwickeln. Für jeden der ermittelten Umrisse generiert die AI Wohnungsgrundrisse auf Basis der bisher „erlernten“ Grundrisse.
Es ist verblüffend wie „richtig“ die AI funktionierende Wohnungsgrundrisse oft zeichnen kann. Man muss jedoch bedenken, dass das Resultat wesentlich davon abhängt, welche bzw. wie viele Projekte man in die Datenbank aufnimmt und wie man die Räume innerhalb der Grundrisse kategorisiert. Für eine aussagekräftige historische Analyse müsste auch zwischen unterschiedlichen Grundstückssituationen unterschieden werden. Dennoch verspricht dieses Werkzeug eine neue Art von Wissensgenerierung, die das gebaute Erbe als Big Data zu nutzen versteht. Ein Nebeneffekt dieses Erlernens und Anwendens ist eine synoptische Betrachtungsweise der typologischen Entwicklungsphasen des Wiener Wohnbaus.
Text: Christina Lenart
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